Mazel Tov

Das Projekt „Mazel Tov“ zu jüdischem Leben und gegen Antisemitismus war am Dienstag, 14 Juli zu Gast am Wagenburg-Gymnasium. Auf spielerische Weise wurden den Schülerinnen – zuerst aus zwei neunten, dann aus zwei zehnten Klassen – Fragen zu verschiedenen Themenbereichen rund um jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart nahegebracht. Für jede richtig beantwortete Quiz-Frage und jeden positiven Impuls wurden großzügig koschere Bonbons und andere Preise verteilt. Dabei ging es um jüdisches Leben in Baden-Württemberg, Erinnerungskultur, den Nahostkonflikt und Antisemitismus.

Nina Coenen und Sami Alkomi von der Initiative „Bürger Europas“ vertraten die Idee und das Anliegen des Projekts mit viel Witz und Herzblut. Sie berührten auch viele kritische Punkte wie antisemitische Vorurteile oder Verschwörungserzählungen. Im persönlichen Gespräch ergänzten sie, dass sie – anders als am Wagenburg-Gymnasium – an manchen Schulen auch ganz direkt mit solchen Vorurteilen konfrontiert werden. Kontroversen Diskussionen und der Auseinandersetzung mit oft stark emotionalisierten und politisch brisanten Fragen weichen sie dabei nicht aus, sondern sehen diese vielmehr als Chance zum Dialog und für die Suche nach einer gemeinsamen Werte-Basis.

Als besonderen Gast durften wir Frau Pudelko aus dem Staatsministerium begrüßen. Sie gehört zum Team von Dr. Michael Blume, dem Antisemitismusbeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg. Neben der finanziellen und logistischen Unterstützung des Projekts brachte Frau Pudelko auch Taschen und Kulis als Geschenke für alle mit.

Das bundesweite Jugendprojekt „Mazel Tov“ wurde vom Verein „Bürger Europas“ mit Unterstützung des Bundesbeauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein aus aktuellem Anlass entwickelt.
„Mazel Tov“ ist jiddisch bzw. hebräisch und bedeutet „Viel Glück“ – unter diesem Motto setzt die Initiative ein Zeichen für Offenheit, Toleranz, Dialog und Bildung.

Text: Ralph Maier, Bild: Michael Nowak