Title: Teilnahme an der UNESCO-Tagung
Author: Marie Capel
Published: 25. September 2026

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# Teilnahme an der UNESCO-Tagung

 Veröffentlicht am 25. September 2026 von [Marie Capel](https://www.wagenburg-gymnasium.de/author/marie-capel/)

**„Ethik für Innovationen: Wie gelingt Technologie mit Verantwortung im 21. Jahrhundert?“**

Am Donnerstag, 24. September 2026, haben die beiden Ethikkurse der Jahrgangsstufe12
unserer Schule an einer Tagung der Deutschen UNESCO-Kommission in Karlsruhe teilgenommen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung haben neue Technologien und die Frage gestanden,
wie wir mit ihren Chancen und möglichen Risiken umgehen können.

Nach einer Begrüßung durch den Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, 
Dr. Roman Luckscheiter, und den Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank
Mentrup, ist die Tagung mit einem ersten Einblick in die Wahrnehmung neuer Technologien
gestartet.

Zu Beginn ist im Rahmen einer Blitzumfrage ein Meinungsbild des Publikums eingeholt
worden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei ihre persönlichen Hoffnungen
und Befürchtungen im Hinblick auf neue Technologien eingebracht. Dabei ist deutlich
geworden, dass technologische Entwicklungen mit großen Chancen, aber auch mit Unsicherheiten
und Risiken verbunden sind.

Anschließend hat Constanze Scherz, stellvertretende Institutsleiterin des ITAS, 
über die Frage „Technologischer Wandel – Welche Zukunft wollen wir?“ gesprochen.
Besonders interessant ist ihre Verbindung zwischen dem Märchen „Die Nachtigall“ 
von HansChristian Andersen und unserer heutigen Faszination für neue Technologien
gewesen. Wie im Märchen hat auch das künstlich Geschaffene faszinieren und begeistern
können. Gleichzeitig hat sich die Frage gestellt, was dabei verloren gehen kann 
und welche Bedeutung das Echte und Menschliche behalten soll.

Scherz hat deutlich gemacht, dass technischer Fortschritt nicht allein eine Frage
der technischen Machbarkeit ist. Neue Technologien haben unseren Alltag und unsere
Gesellschaft bereits stark verändert. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig damit
auseinanderzusetzen, wie wir diese Technologien einsetzen wollen und welche Zukunft
wir mit ihnen gestalten möchten.

Im zweiten Vortrag hat sich Prof. Dr. Matthias Kettemann den Quantentechnologien
gewidmet. Diese können in Zukunft weitreichende Veränderungen für Wissenschaft, 
Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringen. Gerade weil ihre Entwicklung noch 
am Anfang steht, ist es wichtig, sich bereits jetzt mit den damit verbundenen ethischen
Fragen auseinanderzusetzen.

Eine zentrale Aussage des Vortrags ist gewesen: Jetzt ist die Zeit, eine „Ethik 
der Quanten“ zu entwickeln – bevor die Technologie auf den Markt kommt und bevor
große und mächtige Akteure ihre Entwicklung maßgeblich bestimmen**.** Die Schülerinnen
und Schüler haben dadurch einen Einblick in die Frage erhalten, wie ethische Leitlinien
möglichst früh in technologische Entwicklungen einbezogen werden können.

In der anschließenden Kaffeepause haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an drei
verschiedenen Thementischen die Möglichkeit gehabt, miteinander ins Gespräch zu 
kommen. Sie haben eigene Gedanken, Erfahrungen und Fragen eingebracht und unterschiedliche
Perspektiven auf die Chancen und Herausforderungen neuer Technologien ausgetauscht.

Nach der Kaffeepause hat ein weiterer Beitrag das Thema Kunst und generativeKünstliche
Intelligenz in den Mittelpunkt gestellt. Dabei ist die Frage aufgegriffen worden,
wie sich durch den Einsatz von KI kreative Prozesse und unser Verständnis von Kunst
verändern können.

Zum Abschluss hat eine Podiumsdiskussion stattgefunden. Im Mittelpunkt hat die Frage
gestanden, wer die Regeln für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz festlegen 
soll – auf nationaler Ebene ebenso wie auf internationaler Ebene – und wer die Verantwortung
für den Umgang mit dieser Technologie trägt. Dabei ist deutlich geworden, dass die
Gestaltung der technologischen Zukunft nicht allein eine Aufgabe von Entwicklerinnen
und Entwicklern oder Technologieunternehmen sein kann. Auch Politik, Wissenschaft
und Gesellschaft müssen sich mit diesen Fragen auseinandersetzen.

Die Tagung hat den beiden Ethikkursen einen vielseitigen Einblick in aktuelle technologische
Entwicklungen gegeben und zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Ethikunterricht geboten.
Besonders deutlich ist geworden: Technischer Fortschritt ist nicht nur eine Frage
dessen, was möglich ist, sondern auch dessen, was wir als Gesellschaft wollen und
verantworten können.

Text und Bild: Alessandra Monteverde (Ethiklehrerin)

![Laechelnde Gruppe junger Menschen vor blauer Buehne bei einer Veranstaltung](https://
www.wagenburg-gymnasium.de/wp-content/uploads/sites/10618/2026/09/IMG_5767-e1790325872280.
jpeg)

![Laechelnde junge Gruppe steht neben einem UNESCO Banner zum 75 Jubilaeum](https://
www.wagenburg-gymnasium.de/wp-content/uploads/sites/10618/2026/09/IMG_5769-e1790325884249.
jpeg)

![Praesentationsfolie zur UNESCO Veranstaltung ueber Ethik und Technologie 2026](
https://www.wagenburg-gymnasium.de/wp-content/uploads/sites/10618/2026/09/IMG_5771-
e1790325896322.jpeg)

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