Eine-Welt-Preis für das Wagenburg-Gymnasium

Da sich das Wagenburg-Gymnasium als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit Jahren engagiert für eine faire Welt einsetzt, konnten wir uns für den Eine-Welt-Preis der Stiftung für Entwicklungs-Zusammenarbeit in Baden-Württemberg (SEZ) bewerben, der nur alle drei Jahre verliehen wird. Bei unseren Projekten standen immer die Kinder im Focus.

Am „Red-Hand-Day“ engagierten wir uns für Kindersoldaten. Beim „Fair-IT-Tag“ protestierten wir gegen die Ausbeutung von Kindern entlang der Wertschöpfungskette von Handys und IPhones. Der „ökologische Fußabdruck“ deckte mehrere Aspekte der Ausbeutung durch die Globalisierung auf, die mittlerweile auch von den Medien aufgegriffen werden. Zum Beispiel wie Kinder bei der Kleiderproduktion ausgenützt werden, sowohl bei der Baumwollernte als auch beim Nähen der Kleider. Aber wir untersuchten auch die Folgen unsere Gier auf Fleisch, die zur Rodung der Urwälder und zur Überfischung der Weltmeere führt. Die Menschen vor Ort leiden Hunger, weil die von ihnen erzeugte Nahrung exportiert wird. Besonders hart trifft es die Kinder, die von den Mangelerscheinungen, der harten Arbeit und den Pflanzenschutzmitteln gezeichnet sind. In einer Veranstaltung prangerte Pater Shay Cullen die sexuelle Ausbeutung von Kindern an.

Für unsere Projekte unter dem Motto „Engagement gegen unterschiedliche Formen der Kinderausbeutung“ wurden wir am 16. Nov. 2013 mit dem Eine-Welt-Preis im Heidelberger Schloss ausgezeichnet. Eine Delegation aus zwei Schülerinnen (Wiebke und Antonia) und zwei Lehrern (Hr. Riegger und Hr. Nothardt) nahm den mit 500 Euro dotierten Preis im Festsaal bei einer Laudatio von Herr Dr. Zinell aus dem Innenministerium entgegen.

Mit dem Preisgeld können wir unsere neuen Projekte finanzieren. Wir werden wieder zeigen, was jeder Einzelne gegen diese Ausbeutung unternehmen kann. Jetzt schon verschmähen die Schüler unfairen Kaffee, kaufen Kleider beim Secondhand Laden und schreiben Protestbriefe an Firmen, die an der Ausbeutung beteiligt sind.

Axel Nothardt