Title: Recreation-Projekt 2025
Author: Marie Capel
Published: 17. Dezember 2025
Last modified: 10. Januar 2026

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# Recreation-Projekt 2025

 Veröffentlicht am 17. Dezember 202510. Januar 2026 von [Marie Capel](https://www.wagenburg-gymnasium.de/author/marie-capel/)

**Begegnung mit Schülerinnen und Schülern des Lyceum of International Relations 
Nr. 51 aus Kiew**

Ab Freitag, den 05.12.2025, durften wir eine Gruppe von ukrainischen Schülerinnen
und Schülern mit ihren beiden Begleitlehrkräften, Frau Shtepa und Frau Lermatova
für einen Aufenthalt von 14 Tagen bei uns im Haus begrüßen. 
Der Kontakt entstand
bereits letztes Jahr über das Netzwerk der UNESCO-Schulen, das das Recreation-Projekt
an insgesamt vier Schulen in Baden-Württemberg umsetzen konnte. Finanziert wurde
die Begegnung vom Auswärtigen Amt, das es fünfzehn ukrainischen Gruppen ermöglichte,
einige friedliche Wochen in Deutschland zu verbringen, um den schrecklichen Ereignissen
zuhause für ein paar unbeschwerte Momente zu entkommen.

Untergebracht waren die Gastschülerinnen und -schüler während der meisten Zeit in
Gastfamilien des Wagenburg-Gymnasiums, die ihrerseits das vielseitige, zentral organisierte
Programm mit eigenen Initiativen bereicherten. 
Als UNESCO-Schule bemühten wir uns,
unseren Gästen eine schöne, weihnachtliche Zeit zu bescheren, weshalb neben kulturellen
Programmpunkten im Theater und in der Oper selbstverständlich auch Besuche auf dem
Weihnachtsmarkt, gemeinsames Plätzchenbacken in der Gablenberg Realschule und gemeinsames
Musizieren nicht fehlen durften.

Besonders gewürdigt wurde das Recreation-Projekt am Mittwoch, den 17.12.25, mit 
dem Besuch von Frau Staatssekretärin Boser und Herrn Ministerialrat Beule. 
Eröffnet
wurde die einstündige Feier von einer Darbietung einer Fünftklässlerin des Wagenburgs,
die selbst erst vor einigen Jahren aus der Ukraine nach Deutschland kam. Es folgte
eine kurze Begrüßung durch Frau Capel im Namen der Schule sowie einer Rede von Staatssekretärin
Boser über die Bedeutung des Engagements der Ukraine für den Frieden nicht nur im
eigenen Land, sondern auch für Europa. Im Anschluss hob Herr Schilling, der Bundeskoordinator
der UNESCO-Schulen den Mut und die Stärke der ukrainischen Schülerinnen und Schüler
sowie der Bevölkerung im Allgemeinen hervor.

Nach den offiziellen Reden standen die Realität in Kiew sowie die Erlebnisse der
ukrainischen Schülerinnen und Schüler der letzten Tage im Mittelpunkt und verdeutlichten
dabei in bewegender Weise die Bedeutung solcher Begegnungen. Ein kurzer Film stellte
den Schulalltag in Kiew vor, zu dem eben auch immer wieder ein Bombenalarm gehört.
Veranschaulicht wurde das Positive des Projektes schließlich durch die Schilderungen
von den ukrainischen Gästen, was sie in den letzten Tagen besonders bewegt hat und
wie sie in die Zukunft blicken.
„Es war so schön, dass wir in diesen letzten Tagen
einfach mal wieder leben konnten!“, schilderte eine der ukrainischen Schülerinnen
und steckte dabei alle mit ihrem breiten Grinsen und einem großen Optimismus an.

Am Ende waren alle in dem Wunsch vereint, dass eines Tages ein Besuch des Lyceum
in friedlichen Zeiten möglich sein werde und so endete die Feierlichkeit passenderweise
mit dem Stück eines ukrainischen Komponisten und dem Stück „Träumereien“ von Robert
Schumann, das zwei der ukrainischen Schülerinnen auf dem Piano spielten.

Text: Marie Capel

Bilder: Kasper Leisner

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![Eine Frau mit kurzem braunen Haar spricht lächelnd am Rednerpult vor Publikum](
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![Ein glatzköpfiger Mann in hellem Sakko lächelt freundlich am Rednerpult vor Publikum](
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![Eine Frau mit langen dunklen Haaren spricht lächelnd am Rednerpult vor Publikum](
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![Junge Frau mit ernster Miene spricht am Rednerpult vor projizierten Gruppenfotos](
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![Junge Frau mit konzentriertem Blick steht an einem Rednerpult vor Publikum und
Leinwand](https://www.wagenburg-gymnasium.de/wp-content/uploads/sites/10618/2025/
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**Ferien im Frieden – zum Brezeln Backen beim Königsbäck**

Mit seiner ansteckenden Begeisterung brachte Francesco Ingrassia von der Bäckerei
Königsbäck unseren Gästen aus der Ukraine am Dienstagnachmittag, 16. Dezember die
schwäbische Brezel nahe.

Der Juniorchef der Bio-Bäckerei, Francesco Ingrassia, nahm sich einen ganzen Nachmittag
Zeit und lehrte der faszinierten Gruppe, wie der Teig fachkundig von Hand ausgerollt
und mit einem doppelten Schwung zu einer Brezel gedreht wird. Einige hatten den 
Dreh sofort raus, andere produzierten etwas eigenwilligere Exemplare, die sich nachher
aber alle gut schmecken ließen. Auch die weiteren Produktionsstufen, von der Teiggare
über die Lauge bis zum Steinofen, und die besondere Backphilosophie des Hauses –
die „Via Ingrassia“ –  wurden interessiert von den Jugendlichen aufgenommen. Die
Begeisterung des Hausherrn wirkte so ansteckend, dass man sich gut vorstellen kann,
eines hoffentlich dann friedlichen Tages in Kiew einer Bio-Bäckerei mit transparenten
Produktionsprozessen und cleverem Zeitmanagement zu begegnen, die ihre Inspiration
einer Manufaktur in der Gablenberger Hauptstraße verdankt.

Der herzliche Empfang durch die ukrainische Königsbäck-Mitarbeiterin Ina und Francescos
gesamtes Team ließ alle für einen friedlichen Nachmittag lang spüren, wie die Leidenschaft
für ein Handwerk aussehen kann. Opulent verköstigt mit Pizza, Kaffee und Brezeln
waren auf dem Heimweg nichts als zufriedene Gesichter zu sehen.

Text und Bilder: Ralph Maier

![Viele goldbraune Brezeln liegen auf einem Holzbrett und sind mit grobem Salz bestreut](
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![Junge Menschen in heller Kleidung rollen weißen Teig auf einem Holztisch und lachen](
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