Protest gegen Auslagerung

Am Ende der Sitzung des Bezirksbeirats 2.3. sollten die Mitglieder entscheiden, wie sie den Gemeinderat am 17.3. beraten werden, wenn über die Sanierung des Wagenburggymnasiums entschieden wird.

Über 200 Schüler, Eltern und Lehrer nahmen an dieser öffentlichen Sitzung teil. Mit unserer Präsenz unterstrichen wir die Brisanz für uns ist wie wichtig es für uns ist, dass der Gemeinderat in unserem Sinnen entscheidet. Auf den vielen Transparente konnte man lesen: „Wir bleiben zusammen“, „Egal ob es euch gefällt, gute Bildung kostet Geld“ oder „Container, ein kleiner Schritt für uns - ein großer Schritt für die Verwaltung.“ Als erster Redner schilderte Julius als Schülersprecher die Probleme, die sich für die Schüler ergeben, wenn wir teilweise in die Hauswirtschafts-Schule (HWS) am Stöckach ausgelagert werden. Er fragte: „Was würde diese harte, spaltende und belastende Trennung für die Schulgemeinschaft unter den Schülern bedeuten?“. Für ihn ist das Herz der Schulgemeinschaft eindeutig die einzigartige SMV, die Events wie Filmnächte, Tanzbälle, Projekttage und vieles mehr organisiert. Dies kann sie nicht mehr bieten, wenn die schule auf zwei so weit von einander entfernte Gebäude aufgeteilt wist. Frau Wagner legte nochmal die Gründe vor, weshalb diese Auslagerung Schüler wie Lehrer belasten würde.

Tatjana Strohmaier, die CDU-Bezirksvorsteherin in Stuttgart-Ost, berichtete, wie der Stöckachplatz nach Abriss der leerstehenden HWS gestaltet werden kann: In einem Gebäudekomplex sollen hier 50 Kita-Plätze, das Stadtteil- und Familienzentrum, der Jugendmigrationsdienst und das Zentrum für Interkulturelle Mädchen- und Frauenarbeit (ZIMA) Platz finden. Zudem soll neuer Wohnraum entstehen – auch fürs Raphaelhaus, das unter anderem Wohnungen für behinderte Menschen anbietet. 2019 könnte frühestens bezogen werden. Durch die Nutzung durch die Wagenburg-Schüler würde sich der Plan um mindestens zwei Jahre verschieben.

Mit nur einer Gegenstimme beschloss der Bezirksbeirat, dass wir nicht in die HWS ausgelagert werden, sondern Container – sogenannte Pavillons – erhalten sollen.

Vor der Gemeinderatssitzung machten Lehrer und Schüler ebenfalls noch einmal mit Plakaten auf unserer Not aufmerksam. Während einige Gemeinderäte sich interessiert zeigten, wandten sich einige leider ab.

Axel Nothardt