500 Hände gegen Kindersoldaten

Der Hintergrund:
Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitung des Wagenburg-Gymnasiums nehmen am Projekts “Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ teil. In diesem Zusammenhang haben wir uns selbst verpflichtet, jedes Jahr mindestens eine politische Aktion durchzuführen. Dieses Jahr nahmen wir am 12.2. am Red-Hand-Day teil. Der Red-Hand-Day setzt sich weltweit für die Abschaffung von Kindersoldaten ein. Am 12. 2. 2002 trat das Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. In dem Protokoll verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, keine Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren zu rekrutieren.

Kindersoldat - Was bedeutet das?

Die Schülerinnen und Schüler diskutierten mit ihrem Klassenlehrer, wieso in manchen Ländern Kinder als Soldaten rekrutiert werden. In einem kurzen Bericht erfuhren die Schülerinnen und Schüler, auf welche grausame Weise Kinder zu Soldaten gemacht werden, welche psychischen und physischen Qualen sie ausgesetzt werden und unter welchen schwierigen Umständen nur wenigen entkommen. Bei Mädchen kommt auch noch sexuelle Ausbeutung hinzu. Hierbei wurde nicht verheimlicht, dass auch Deutschland das Protokoll nur mit einer Einschränkung unterzeichnet hat; 17 Jährige dürfen freiwillig der Bundeswehr beitreten.

Unsere Forderungen

Die Schülerinnen und Schülern stellten die folgenden Forderungen auf, mit denen Deutschland helfen könnte: Es sollte ein striktes Exportverbot für Waffen, Waffenteilen und Munition für Länder umgesetzt werden, die das Protokoll nicht unterschrieben haben. Da Kindersoldaten Menschenleben auf dem Gewissen haben - wenn auch gegen ihren Willen -, werden sie meistens von der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert. Hierzu muss Hilfe sowohl vor Ort als auch in Deutschland in Form von psychischer Betreuung sowie soziale Eingliederung stattfinden. Diesen Kindern müsste Asyl gewährt werden. Derzeit werden die meisten Asylanträge abgelehnt. Jeder schrieb seine wichtigsten Forderungen mit roter Farbe auf ein weißes Blatt. Anschließend färbte sich jeder symbolisch die Hand mit roter Fingerfarbe und druckte diese auf das Blatt.

Axel Nothardt