Unser Leitbild

Unser Leitbild wurde gemeinsam von Schülern, Eltern und Lehrern formuliert und von den Gremien der Schule verabschiedet. Am regelmäßig stattfindenden "Runden Tisch" überlegen Vertreterinnen und Vertreter aller drei Gruppierungen, wie sich die Ziele unseres Leitbilds im Schulleben konkret realisieren lassen.

Bei der Realisierung werden wir dankenswerter weise von der Sabine Schoeffel Stiftung finanziell unterstützt.



Hier der Text im vollen Wortlaut:

Die Gesellschaft wandelt sich und damit ändern sich auch die Anforderungen an die Schule. Wir sehen Schule im Spannungsfeld zwischen hohen inhaltlichen Anforderungen und der gemeinsamen Aufgabe, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle am Schulleben Beteiligten ernst genommen fühlen und sich Eltern, Schüler und Lehrer gegenseitig unterstützen. Unser Ziel ist es, das konstruktive Zusammenwirken aller Schulangehörigen zu wahren und weiter zu entwickeln.

Lernen heißt nicht nur, sich Wissen anzueignen, sondern auch über eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten und Methoden eigene Standpunkte entwickeln und vertreten zu können. Eltern, Schüler und Lehrer verstehen sich als Partner des Lernprozesses und setzen sich für ein offenes, lebendiges Schulklima ein.

Das Wagenburggymnasium als Partnerschule für Europa ist ganz besonders der politischen und kulturellen Offenheit verpflichtet. Diese Offenheit basiert auf demokratischen Werten und grenzt sich gegen jede Form von intolerantem Denken ab.

Aus diesem Verständnis heraus formulieren wir folgende Ziele und Grundsätze:

1) Unsere Gesprächskultur ist von Offenheit und respektvollem Umgang miteinander geprägt. Sie beinhaltet neben der grundsätzlichen Bereitschaft, sich auf Gespräche einzulassen, einen sensiblen Umgang mit der Sprache und einen höflichen, gewaltfreien Umgangston auch in Konfliktfällen. Die Schule schafft und fördert Gesprächsmöglichkeiten.

2) Eigenverantwortung und Eigeninitiative sind Bestandteile der Philosophie der Schule und ihre wichtigste pädagogische Aufgabe. Das bedeutet auch, Verantwortung für andere in der Schule, aber auch Verantwortung außerhalb der Schule zu übernehmen. Demokratische Einrichtungen und Initiativen im Umfeld der Schule verdienen unsere Aufmerksamkeit.

3) Ein Klima demokratischer Toleranz ist unerlässlich. Nicht alles wird akzeptiert, jedoch wird Raum gegeben, verschiedene Standpunkte einzunehmen und sich mit ihnen in angemessener Weise auseinanderzusetzen. Selbstkontrolle und Bereitschaft zur Korrektur eigenen Handelns sind dabei auf allen Ebenen notwendig; dazu gehört es auch, schulische Regeln und Entscheidungen zu respektieren.

4) Die Schule dient den dort tätigen Menschen. Sie verantworten gemeinsam eine Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Wertschätzung. Wir wollen alle Beteiligten mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten aktivieren und uns auch nach außen präsentieren und so am allgemeinen Diskurs teilnehmen.

5) Unsere Schülerinnen und Schüler sollen weiter gehende, über die Schule hinaus reichende Erfahrungen machen. Die bewusste Öffnung der Schule über den eigenen institutionellen Rahmen hinaus führt zu verstärkter Einbindung in das öffentliche Leben des Stadtteils und der Stadt und wird zu einem wichtigen Bestandteil des Schullebens.

Schulleitung, Lehrerschaft, Schüler und Eltern tragen jeweils auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten dazu bei, diese Grundsätze praktisch umzusetzen, zu überprüfen und weiter zu entwickeln.


Die Schulleitung:

  • nimmt ihre Leitungsfunktionen kollegial und kooperativ wahr
  • greift innovative Impulse auf, initiiert und koordiniert Veränderungsprozesse
  • ermöglicht ein positives Lern- und Arbeitsklima und fördert die Gestaltung von Schule als gemeinsamen Lebensraum
  • ermöglicht und unterstützt zusätzliche schulische und außerschulische Angebote


Die Lehrer:

  • begleitenden Lernprozess der einzelnen Schülerin/des einzelnen Schülers durch Rückmeldung und individuelleBeratung
  • kooperieren untereinander durch regelmäßige Gespräche, um die Schülerin/den Schüler in ihrer/seiner Gesamtpersönlichkeit wahrzunehmen und zu fördern
  • legen Wert auf einen intensiven Austausch mit den Eltern
  • unterstützen schulische Aktivitäten der Schülerinnen/der Schüler und der SMV



Die Schülerinnen und Schüler:

  • schaffen ein gutes Klima durch Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Schulalltag
  • setzen sich kritisch mit der Schule auseinander, bringen eigene Ideen und Vorschläge ein, um sich dadurch engagiert an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen
  • nutzen die Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern, um ihre Interessen und Vorstellungen von Schule partnerschaftlich zu verwirklichen


Die Eltern:

  • schaffen Möglichkeiten zum Austausch zwischen Eltern, Lehrerinnen/Lehrern und Schülerinnen/Schülern außerhalb des Unterrichts
  • übernehmen - zusammen mit dem Förderverein - Verantwortung bei der Organisation von Veranstaltungen, Festen, dem Mittagstisch und der Betreuung
  • unterstützen praktisch, ideell und finanziell die Arbeit der SMV
  • fördern die Durchführung und Organisation von Schüleraustauschen und Klassenfahrten