Theaterauftritt „living in a box“

Am 5. April war ich mit meiner Klasse im Figurentheater FITZ! am Rotebühlplatz. Das Stück, das ich mit meiner Klasse besuchte, hieß „living in a box“. Es war von Schülern für Schüler. Im Stück ging es grob gesagt um Schüler und um Boxen aus Karton. Das Stück war abstrakt. Nun folgen ein paar Ausschnitte aus der Vorstellung:

Erstmal waren die Schauspieler ganz schwarz angezogen und hatten Papiertüten über ihren Gesichtern an. Danach haben alle ihre Papiertüten zerrissen und sich hinter den Boxen, die zu einer Mauer aufgestapelt waren, versteckt. Nun sind alle hinter den Kartons aufgetaucht und jeder hat noch etwas aus einer der Boxen genommen und es angezogen, entweder ein Accessoire oder ein Kleidungsstück. Außerdem haben sich alle Schauspieler mit ihren Namen vorgestellt. Drei von ihnen haben daraufhin auch ihr Abenteurer erzählt und am Ende ihrer Erzählung etwas in ihrer Muttersprache gesagt. Dies haben sie sehr emotional ausgedrückt.

Ein Mädchen erzählte von ihrem Urlaub in der Bretagne. Sie war segeln im Atlantik mit einem anderen Mädchen, ganz allein im Ozean. Es stürmte heftig und die Mädchen konnten den Katamaran nicht ruhig halten und er drohte ins Wasser zu kippen. Der Segellehrer schrie auf Französisch ,,droit“, das bedeutet gerade aus. Sie hat aber ,,droite“, nach rechts, verstanden, sie waren dadurch so verzweifelt …

Ein anderes Mädchen berichtete von ihrer Flucht aus ihrer Heimat. Erstmal hat sie all ihre Habseligkeiten verloren, ihr Haus etc… Sie ging dann in ein fremdes Land und da wurde sie gleich von der Polizei festgehalten. Es war einfach nur schrecklich und als sie dann endlich wieder frei waren, war es einfach nur eine Erleichterung für sie. Sie kam nach München und das erste, was sie tat, war ihrer kleinen Schwester einen Berliner zu kaufen. Danach sang sie auf Arabisch, wie ihre Mutter unter der Reise litt.

Nach den Abenteuergeschichten haben viele getanzt. Dann haben sich alle an den Seiten aufgestellt und Kleingruppen von 2-3 Personen haben dann etwas vorgeführt. Später war eine der Schauspielerinnen in der Mitte und auf ihren beiden Seiten war jeweils eine Gruppe. Die Schauspielerin zwischen den Gruppen wurde von den beiden Gruppen abgestoßen. Daraufhin versteckte sie sich hinter einer Box. Langsam kam sie aber zu den beiden Gruppen, aus denen sich mittlerweile eine große Gruppe gebildet hatte, und wurde miteingeschlossen. Eine neue Szene begann…

Ich fand das Stück sehr gut. Es hat deutlich gezeigt, dass jeder anders ist, sich selbst durch irgendetwas identifiziert und trotzdem alle etwas gemeinsam haben.

Amadeus Khattar, 8b