Konferenz mit Moonwalker Charles Duke

Am 7. November 2017 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a und 9b vom Wagenburg-Gymnasium an der 7. Raumfahrt Konferenz im Haus der Wirtschaft teil. Bei dieser hochkaräti-gen Konferenz nahmen neben einigen Wissenschaftler auch sechs Astronauten teil. Im Bild zu sehen von rechts nach links Reinhold Ewald (Mir), Samantha Cristoforetti (ISS), Charles Duke (Apollo-16), Ulf Meerbold (Mir), Thomas Reiter (Mir, ISS) und leider nicht im Bild Ernst Messerschmidt (Space Shuttle). Im Bild sind auch zwei Raumfahrtstudenten, die eine anschließende Podiumsdiskussion bereicherten. Zum Auftakt wurde Thomas Reiter für seine Verdienste in der Raumfahrt mit der Eugen Sänger Medaille ausgezeichnet, die als höchste Ehrung für deutsche Astronauten gilt. Thomas Reiter erläuterte dann, wie eine dauerhafte Besiedlung des Mondes (moon village) aussehen könnte. Er wies auf die Wichtigkeit hin, dass die beteiligten Forschungsgruppen in Teilbereichen autark agieren sollten. Die Mondbesiedlung wäre das Sprungbrett für eine Besiedlung des Mars. Allerdings warnte er vor der größeren Entfernung. Bei technischen Ausfällen, Krankheiten oder psychischen Erkrankungen wäre die Fähre oder der Astro-naut nach einer Woche vom Mond zurück auf der Erde. Der zwei Jahre dauernde Flug vom Mars hingegen könnte zum Verhängnis werden. Das Highlight war Charles Dukes Präsentation über seine Mondlandung 1972 mit Apollo 16. Er zeigte Filmaufnahmen, die er und sein Kommandeur Young damals mit seiner Hasselblad gedreht hatten. Dazu plauderte er wie aus dem Nähkästchen. Ein Ausschnitt zeigte ihn, wie er mit einer Apparatur in der Hand stürzte. Er scherzte nur, dass er dabei 2 Millionen Dollar Steuergelder in den Sand, bzw. in den Mondstaub gesetzt hatte. Der Mondstaub ist so fein, dass er sich fest mit dem Gewebe ihrer Anzüge verband. Deshalb waren ihre strahlend weißen Anzüge schon nach wenigen Stunden auf dem Mond grau. Auch auf seiner Kamera sammelte sich Staub an. Im Nachhinein kam er sich albern vor, weil er versuchte ihn wegzupusten, natürlich durch das geschlossen Visier. Weil damals die Olympischen Spiele in München stattfanden, wollte er sich auch sportlich betätigen. Er sprang in die Höhe und salutierte. Dabei fiel er nach hinten. Sein Tornister hätte diesen Sturz nicht überstanden, doch konnte er sich gerade noch zur Seite drehen und einen wahrscheinlich tödlichen Unfall vermeiden. Er brachte die wohl teuerste Unterwäsche mit. In sie sind Schläuche eingearbeitet, in denen Flüssigkeiten fließen, die die Körpertemperatur des Astronauten regeln. Eine Luft- und Raumfahrtstudentin wollte von Samantha Cristoforetti wissen, ob sie als eine der wenige Astronautinnen bei den Leuten nicht oft auf Bewunderung aber auch auf Unverständnis treffe. Sie erwiderte, dass natürlich beides vorkommt. Es sollte jeder den Beruf für sich finden, der sie oder ihn erfüllt. Sie möchte alle aber insbesondere Frauen ermuntern, Ingenieurwissenschaften und ganz besonders Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren. Da die Region Stuttgart in der Luft- und Raumfahrt führend ist, wurde diese Tagung, die sich vor allem an die Studenten richtete, hier abgehalten. Immer wieder wurde deutlich, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist, um die immensen Aufgaben erfüllen zu können. So entstehen Brücken zwischen allen Nationen. Die Entwicklungen dienen nicht nur dazu, das Weltall sondern auch unsere Welt und unsere Umwelt besser zu verstehen. Axel Nothardt