Das WBG

Schulleiterin
Petra Wagner

Von seiner Tradition her versteht sich das Wagenburg-Gymnasium als eine im Stuttgarter Osten verankerte Einrichtung. Der Architekt Professor Elsässer, der das im Jahr 1914 eingeweihte Jugendstilgebäude gestaltete, formulierte in seiner Einweihungsrede: „Mein Bestreben war es, ein Haus zu bauen - gut darin zu wohnen und fröhlich darin zu lernen, schon von außen kenntlich und doch ein Schmuck für die Stadt." Seitdem hat dieses Schulgebäude eine bewegte Geschichte erlebt und heute ist es für über 600 Schülerinnen und Schüler und 58 Lehrerinnen und Lehrer ein überschaubarer Ort des gemeinsamen Lernens und der Begegnung.

Noch immer kommen viele Schülerinnen und Schüler aus dem Osten Stuttgarts, seit aber das Wagenburg-Gymnasium im Jahr 1988 eine deutsch-französische Abteilung bekam und wenig später die Auszeichnung „Partnerschule für Europa" erhielt, ist sein Einzugsgebiet größer geworden, ja sogar weit über Stuttgart hinaus gewachsen. In den Pausen hört man bei uns ganz oft französische, ja hin und wieder auch englische Klänge, denn ein Teil unserer Schülerinnen und Schüler stammt aus frankophonen Familien und wir haben jedes Jahr Gastschüler aus den verschiedensten Ländern und Kontinenten. Das gibt unserer Schule eine weltoffene Atmosphäre. Und doch kennt man sich am WBG. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und nicht zuletzt die Eltern bilden eine Schulgemeinschaft, die weiß, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen allen am Schulleben Beteiligten ist. Davon zeugen das Miteinander bei der Ganztagesbetreuung, sowie bei Schulfesten und den verschiedensten Projekten, die vielfältigen Aktivitäten der SMV, unsere "Runden Tische" und nicht zuletzt das gemeinsam entwickelte Leitbild, das uns immer wieder neue Impulse für die Gestaltung des Schullebens gibt.

Als „Partnerschule für Europa" ist es uns besonders wichtig, dass junge Menschen lernen, sich in mehreren Sprachen zu verständigen, fremden Kulturen aufgeschlossen zu begegnen und in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Deshalb kommt bei uns den Fremdsprachen, den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern und der Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Institutionen eine besonders große Bedeutung zu. Aber auch die Mathematik, die Naturwissenschaften und die musischen Fächer haben an unserer Schule einen hohen Stellenwert. Denn unser Ziel ist nicht das Spezialistentum, sondern eine umfassende und ganzheitliche Bildung. Aus diesem Grund ist es uns, der Schulleitung wie dem Kollegium, wichtig, über die Fächergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, unsere Schüler zum selbstständigen, lebenslangen Lernen zu befähigen und ihnen den Blick für die wesentlichen Zusammenhänge zu öffnen.